Wir leben heutzutage in einer digitalen Welt mit vielen regelmäßigen Veränderungen. Alles muss schnell gehen und jeder möchte sämtliche Informationen von möglichst überall aus abrufen können. Demnach bestehen die aktuellen Internetseiten neben der gängigen Desktopansicht außerdem auch aus einer Mobileansicht für den Abruf auf dem Smartphone. Ein gängiger Begriff bei der UX-Recherche, für Websites ist responsives Design oder auch mobiles Design.

Mobile-First

Die meisten Seiten werden inzwischen sogar in erster Linie für die Nutzung am Mobilgerät ausgelegt. Das liegt schlicht und einfach daran, dass unsere schnelllebige Welt im Sekundentakt neue Nachrichten preisgibt, welche im Netz abgerufen werden. Der Griff zum Smartphone ist dabei in der Regel kürzer als das Hochfahren des Desktoprechners.

So werden die meisten Seiten mobil aufgerufen und sind entsprechend „Mobile-First“ gestaltet, um den Nutzern vor allem am Smartphone ein hübsches Design zu präsentieren.

Responsiv oder Adaptiv?

Beispiel für responsives mobile Design anhand von Starbucks
Starbucks benutzt responsives Design für seine Website

Bei einer responsiven Website wird nur eine Version der Website benötigt. Alles sollte nahtlos reagieren und sich an das Gerät oder den Browser eines Benutzers anpassen – Design, Inhalt und Benutzeroberfläche. Dafür eignet sich beispielsweise CSS-Grid oder Flexbox.

Beispiel für adaptives mobiles Design anhand von Amazon
Amazon benutzt adaptives Design – um alle Funktionen nutzen zu können muss man die Desktop Version nutzen

Für Laien bedeutet adaptives Design verschiedene feste Layouts, die sich an bestimmte Bildschirmgrößen anpassen. Kurz gesagt, mehrere Versionen einer Webseite, die der Größe des Geräts entsprechend geladen wird, im Gegensatz zu einer einzelnen Seite, die auf allen Geräten gleich aussieht (und Inhalte neu ordnet oder deren Größe ändert).

Die richtige Lösung ist ganz klar Situationsbedingt, jedoch ist responsives gestalten und programmieren einfacher.

Viele Webdesign Softwares verfolgen außerdem den Mobile-First-Ansatz.

Doch was genau bedeutet mobiles Design?

Texte lesbar machen

Der Smartphone-Bildschirm ist eher klein, demnach müssen Schriftart und -größe entsprechend nutzerfreundlich angepasst werden, damit die Texte ohne Mühen zu lesen sind.

Bilder anpassen

Fotos können den zugehörigen Text verdrängen oder den Ladeprozess der Website verlangsamen. Dementsprechend sollten vorzugsweise kleinere und weniger Bilder verwendet werden, um ein gelungenes Design zu präsentieren.

Schaltflächen optimieren

Schaltflächen sollten in der Mobileansicht nutzerfreundlich mit den Daumen sowie mit den anderen Fingern anzutippen sein.

Darstellungsbereich festlegen

Horizontal am Gerät scrollen zu müssen ist ärgerlich, egal wie hübsch das Design einer Website eigentlich ist. Der Darstellungsbereich muss der mobilen Nutzung angepasst werden, damit die Website auf dem Smartphone ideal angezeigt wird.

Kurze Ladezeiten

Nach drei Sekunden Wartezeit springen die meisten Besucher einer Seite wieder ab, da kann adaptives Design helfen, da nur die Elemente geladen werden, die auch gebraucht werden. Sind die Bilder nicht optimiert hilft aber auch das responsivste Design nicht weiter. Um hohe Absprungraten zu vermeiden, sollte die Ladezeit einer mobilen Website getestet und gegebenenfalls optimiert werden.

Auch für Google relevant

Wie ein Zug, der aus dem Bahnhof fährt, stellt Googles lang erwartete Mobile-First-Initiative eine Reise zu neuen Orten dar. Nach der Bestätigung der Einführung am 26. März 2018 dauerte es eine Weile, bis die Dinge wirklich in Gang kamen, aber im September 2018 nahm die Mobile-First-Initiative an Fahrt auf, als Google eine Welle von E-Mails verschickte, in denen die Aktivierung der Mobile-First-Indexierung für eine große Anzahl von Domains bestätigt wurde. Was bedeutet das für Seiten, die immer noch hauptsächlich für Desktop-Computer optimiert sind? Schlechtere Aufrufzahlen und damit weniger Kunden.

Ab März 2018 war der alte Status quo vorbei. Die Umstellung auf die Mobile-First-Indizierung erfolgt nicht auf einmal, aber man wusste nicht, wann es bei einem selbst passiert, bis es passiert. Google hat immer gesagt, dass es Website-Besitzer in einer Meldung in der Search Console benachrichtigen würde, wenn ihre Websites auf Mobile-First umgestellt wurden. Danach würden erhöhte Crawl-Raten vom Smartphone-Googlebot und den mobilen Seiten stattfinden.

Ab dem Juli 2019 ist die Mobile First-Indexierung standardmäßig für alle neuen Websites aktiviert (also für diejenigen, die neu im Web sind oder der Google Suche zuvor unbekannt waren).

Wenn du eine Benachrichtigungs-E-Mail für deine Domains (oder Domains, für die du verantwortlich bist) erhalten hast und es irgendwie geschafft hast, Mobile bis jetzt zu ignorieren, dann brauchen wir nicht zu sagen, dass es sinnvoll sein könnte, genauer darauf zu achten. Die Mobile-First-Indexierung ist Teil eines großen Wandels bei Google, der sich auf Sicherheit, Geschwindigkeit, mobilfreundliches Design und mobile SEO für alle Dienste konzentriert.

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